Altersvorsorgedepot-Rechner

Gib Sparrate, Einkommen, Kinder und Alter ein. Der Rechner zeigt, wie viel Zulage und Steuervorteil du pro Jahr bekommst und was daraus bis zur Auszahlung wird, nebeneinander mit einem freien ETF-Sparplan nach Steuern.

Lesezeit etwa 3 MinutenKeine Anlageberatung

Deine Angaben

Eigenbeitrag ohne Zulagen. 150 € im Monat sind 1.800 € im Jahr.
Steht im Steuerbescheid. Grenzsteuersatz daraus: –
Frühestens mit 65.
Annahme, keine Prognose. Breite Aktien-ETFs lagen langfristig bei 6 bis 8 %.
Depotgebühr plus Produktkosten. Angekündigt sind 0,15 bis 0,5 %.
Auszahlungen werden nachgelagert besteuert. Für viele liegt der Satz im Alter unter dem heutigen.

Staatliche Förderung pro Jahr

–

  • Dein Eigenbeitrag–
  • Grundzulage–
  • Kinderzulage–
  • Berufseinsteiger-Bonus–
  • Steuervorteil über die Zulagen hinaus (Schätzung)–
  • Förderquote auf deinen Eigenbeitrag–

Was daraus bis zum Auszahlungsbeginn wird (– Jahre)

Altersvorsorgedepot, nach Steuern im Alter

–

  • Depotwert vor Steuern–
  • davon eingezahlt–
  • davon Zulagen–
  • davon Ertrag–

Gleiche Rate im freien ETF-Sparplan, nach Abgeltungsteuer

–

  • Depotwert vor Steuern–
  • Steuererstattung mit angelegt–pro Jahr

Unterschied zugunsten des Altersvorsorgedepots: –. Dafür ist das Geld im Altersvorsorgedepot bis zum Auszahlungsbeginn gebunden; im freien Depot kommst du jederzeit heran.

Annahmen und Rechenweg
  • Zulagen nach den Sätzen des Altersvorsorgereformgesetzes; die Zulage wird einmal im Jahr gutgeschrieben, die Sparrate monatlich angelegt.
  • Steuervorteil: Sonderausgabenabzug für Eigenbeitrag plus Zulagen bis zum Höchstbetrag, berechnet mit dem Einkommensteuertarif 2026 ohne Soli und Kirchensteuer; abgezogen werden die Zulagen (Günstigerprüfung). Im Vergleich wird die Erstattung jedes Jahr in den freien Sparplan angelegt.
  • Rendite und Kosten gelten für beide Varianten gleich. Kosten werden von der Rendite abgezogen.
  • Altersvorsorgedepot: Auszahlung voll mit deinem angegebenen Steuersatz besteuert. Freier Sparplan: Gewinn mit 26,375 % Abgeltungsteuer nach 30 % Teilfreistellung besteuert; Sparerpauschbetrag und Vorabpauschale sind nicht berücksichtigt.
  • Keine Berücksichtigung von Inflation, Rentenbeiträgen auf die Auszahlung oder Garantiekosten. Ergebnisse sind Schätzungen zur Orientierung.

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So liest du das Ergebnis

Die erste Zahl ist die staatliche Förderung pro Jahr: Grundzulage, Kinderzulage und der Teil der Steuerersparnis, der über die Zulagen hinausgeht. Die Förderquote setzt das ins Verhältnis zu deinem Eigenbeitrag. 30 Prozent bedeuten: Auf jeden Euro, den du einzahlst, legt der Staat 30 Cent.

Darunter stehen zwei Depots nebeneinander. Links das Altersvorsorgedepot mit Zulagen, steuerfreier Ansparphase und nachgelagerter Besteuerung. Rechts dieselbe Sparrate in einem freien ETF-Sparplan, in den der Rechner zusätzlich deine jährliche Steuererstattung steckt, damit der Vergleich fair bleibt. Beide Werte sind nach Steuern gerechnet.

Was der Rechner nicht abbildet: Flexibilität. Das freie Depot kannst du jederzeit verkaufen, das Altersvorsorgedepot erst ab 65. Wer das Geld vorher brauchen könnte, sollte nicht alles ins geförderte Depot legen. Wie du aufteilst, zeigt der Aufteilungsrechner.

Vier Stellschrauben, die das Ergebnis bewegen

Sparrate bis 150 Euro

Bis 30 Euro im Monat ist die Förderquote mit 50 Prozent am höchsten, bis 150 Euro steigt die Zulage in Euro weiter. Darüber gibt es keine Zulage mehr. Wer mehr sparen will, legt den Rest frei an oder in den Vertrag des Partners.

Kinder

Jedes Kind mit Kindergeld bringt bis zu 300 Euro im Jahr, schon ab 25 Euro Sparrate. Bei Familien ist die Kinderzulage oft höher als die Grundzulage und macht das Depot auch dann attraktiv, wenn das Einkommen klein ist.

Laufzeit

Die Zulagen wirken wie eine sofortige Rendite, der Steuerstundungseffekt wächst mit den Jahren. Je länger bis 65, desto deutlicher liegt das geförderte Depot vorn. Wer in zehn Jahren in Rente geht, sieht einen kleineren Vorsprung.

Steuersatz im Alter

Die Auszahlung wird mit deinem späteren Steuersatz besteuert. Liegt er unter dem heutigen, gewinnt das Altersvorsorgedepot zusätzlich. Wer im Alter hohe andere Einkünfte erwartet, trägt einen höheren Satz ein und sieht, wie viel vom Vorsprung bleibt.

Drei typische Fälle

Alle mit 6 Prozent Rendite, 0,3 Prozent Kosten, Auszahlung mit 67 und 20 Prozent Steuersatz im Alter, gerundet. Der dritte Fall zeigt: Bei kurzer Laufzeit und ohne Kinder kann der freie Sparplan nach Steuern vorn liegen, weil die Auszahlung aus dem Altersvorsorgedepot voll besteuert wird, im freien Depot aber nur der Gewinn.

FallFörderung pro JahrAltersvorsorgedepot nach SteuernFreier Sparplan nach Steuern
35 Jahre, 150 € im Monat, 45.000 € Einkommen, keine Kinder772 €163.900 €157.500 €
30 Jahre, 50 € im Monat, 28.000 € Einkommen, zwei Kinder840 €138.400 €63.800 €
55 Jahre, 150 € im Monat, 70.000 € Einkommen, keine Kinder974 €31.700 €35.800 €

Häufige Fragen

Welche Fördersätze verwendet der Rechner?

Die Sätze des Altersvorsorgereformgesetzes: 50 Prozent Grundzulage auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag, 25 Prozent auf den Teil von 360 bis 1.800 Euro, höchstens 540 Euro im Jahr. Kinderzulage in Höhe des Eigenbeitrags, höchstens 300 Euro je Kind. Einmalig 200 Euro für Berufseinsteiger unter 25. Für den Steuervorteil nutzt er den Einkommensteuertarif 2026 ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Warum ist mein Steuervorteil null?

Weil das Finanzamt die Steuerersparnis aus dem Sonderausgabenabzug mit den Zulagen verrechnet. Nur wenn die Ersparnis höher ist als die Zulagen, bekommst du die Differenz erstattet. Mit Kindern sind die Zulagen so hoch, dass bei mittleren Einkommen nichts obendrauf kommt. Die Zulagen behältst du trotzdem.

Was bedeutet zu versteuerndes Einkommen?

Dein Bruttoeinkommen abzüglich Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen und Freibeträgen. Es steht im Steuerbescheid. Als Faustregel liegt es bei Angestellten rund 20 bis 25 Prozent unter dem Bruttogehalt. Bei Verheirateten mit Zusammenveranlagung gibst du dein Einkommen an, nicht das gemeinsame; der Rechner nutzt den Grundtarif, das Ergebnis ist dann eine Näherung.

Welche Rendite soll ich eintragen?

Der Rechner schlägt 6 Prozent vor Kosten vor. Breit gestreute Aktien-ETFs haben über lange Zeiträume etwa 6 bis 8 Prozent im Jahr gebracht, in einzelnen Jahrzehnten aber auch deutlich weniger. Wer vorsichtig rechnen will, nimmt 4 oder 5 Prozent. Die Förderung ändert sich dadurch nicht, nur das Endvermögen.

Warum vergleicht der Rechner nach Steuern?

Weil die beiden Varianten unterschiedlich besteuert werden. Im Altersvorsorgedepot bleiben Erträge bis zur Auszahlung steuerfrei, dafür wird die Auszahlung voll mit deinem Steuersatz im Alter besteuert. Im freien Depot zahlst du Abgeltungsteuer auf die Gewinne, nach 30 Prozent Teilfreistellung für Aktienfonds. Nur der Vergleich nach Steuern zeigt, was dir am Ende bleibt.

Kann ich mehr als 150 Euro im Monat einzahlen?

Ja, bis zu 6.840 Euro im Jahr je Vertrag. Gefördert werden aber nur 1.800 Euro Eigenbeitrag. Alles darüber bringt weder Zulage noch Steuervorteil, wächst aber ebenfalls steuerfrei und wird später nachgelagert besteuert. Ob sich das lohnt, zeigt die Seite Altersvorsorgedepot oder ETF-Sparplan.